Homöopathie Kristandt
Eine andere Sichtweise wagen

Klinische Homöopathie

Was bedeutet "klinische" Homöopathie?

Klinisch bedeutet erst einmal, dass ich eine Diagnose bei meinen Patienten machen muss, bevor ich eine Therapie beginne. Dabei orientiere ich mich an den Diagnosen der Ärzte der westlichen Medizin.

Der Begründer der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann, war selber Arzt und Apotheker. Von daher scheint es natürlich, dass auch in der Homöopathie eine Diagnose nach westlichem Verständnis erhoben wird. Oft ist es aber so, dass Patienten mit Beschwerden kommen, wo der behandelnde Arzt keine Diagnose gestellt hat, oder es nach den Gesichtspunkten der heutigen Schulmedizin nichts zu diagnostizieren gibt. Viele Patienten sind sehr verunsichert deswegen. Schließlich haben sie Beschwerden und sie laufen von Arzt zu Arzt und keiner kann helfen, geschweige denn eine Aussage treffen, was dem Patienten fehlt und warum. Die häufigste Diagnose ist dann "psychosomatisches Beschwerdebild". Dies sagt leider wenig aus und sucht die Ursache bei dem Patienten selbst, der eben mit seinem Leben nicht klar kommt. Das ist aus meiner Sicht selten der Fall.

Also gehe ich ganz konservativ vor und befrage meine Patienten nach ihren Beschwerden und führe auch eine körperliche Untersuchung durch. Aus den Informationen der Befragung (Anamnese) und den Befunden der Untersuchung komme ich zu einer Diagnose, die oft logischer und prognostisch sicherer ist, als die des Arztes. Das ist auch verständlich, wenn Sie bedenken, dass ich mir dafür zwei bis drei Stunden Zeit nehme.

 klinische Homöopathie
(Foto Susanne Kristandt)

Beispiel:

Sie kommen mit dem Symptom "Kopfschmerzen".

Kopfschmerzen ist keine Krankheit, sondern ein Symptom für ein tieferliegendes Problem in der Gesundheit. Dies gilt es zu verstehen.

Also muss ich wissen, wann treten diese Kopfschmerzen auf. Periodisch? Gibt es eine Malaria in der Vorgeschichte bei dem Patienten selbst oder in der Familiengeschichte? Eine Malariaprophylaxe? = Chininvergiftung oder lavierte Malaria auch heriditär.

Sind die Kopfschmerzen Zyklusabhängig? Wurden Hormone genommen? Auch Cortison ist ein Hormon = Hormonelle Dysregulation.

Ist es ein Stirn-, oder Hinterkopfschmerz? Hat der Patient wenig Durst? = Nierenfunktion ist eingeschänkt.

Treten die Kopfschmerzen nach Anspannung und nach oder bei Nackenverspannungen auf? Hat der Patient Metalle im Mund? = Schilddrüsendysregulation.

Leidet der Patient paralell unter Depressionen, Agressionen, Verdauungsstörungen, chronischer Müdigkeit = Leberfunktion ist eingeschränkt.

Hat der Patient zu hohe Cholesterinwerte, trotz Diät und Bewegung? = Leberfunktion ist eingeschränkt.

u.s.w.